DE 2026, Regie: Volker Schlöndorff, Mit: Susanne Wolff, Lars Eidinger, Martina Gedeck, Ulrich Matthes, Detlev Buck, Michael Maertens u.a., L: 118 Minuten, FSK: ab 12
Ein eindrückliches Panorama des letzten Jahrhunderts deutscher Geschichte in einem Haus an einem märkischen See: Schauplatz für Geschichten und Lebenswege der wechselnden Besitzer und ihrer Schicksale, die miteinander verwoben und von monumentalen historischen Ereignissen geprägt sind. Die Bewohner erleben die Weimarer Republik, das Dritte Reich, den Krieg und dessen Ende, die DDR und die Wendezeit, während sie auf der Suche nach Heimat und einem Ort der Zugehörigkeit sind.
HEIMSUCHUNG – EINE JAHRHUNDERTGESCHICHTE ist ein Mikrokosmos deutscher Geschichte, in dem sich Vertreibung und Verlust, Heimat und Herkunft, Verdrängung und Erinnerung zu persönlichen, wie historischen Dramen verdichten. Neben eindrucksvollen Bildern von Natur und menschlichen Schicksalen zeichnet der Film die präzise Chronik 100 Jahre deutscher Geschichte nach. Zusammen mit Regina Ziegler, einer der erfolgreichsten Produzentinnen Deutschlands, widmet sich der mehrfach preisgekörnte Regisseur Volker Schlöndorff, der für seine Verfilmung von Günter Grass‘ Roman „Die Blechtrommel“ mit einem Oscar und der Goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet wurde, nun erneut einem Jahrhundertroman.
Ab Klasse 9 und ab 14 Jahren eignet sich der Film für den Unterricht oder ein Kinogespräch. Er regt das Geschichtsbewusstsein der Schüler*innen auch für den eigenen Wohnort an, insbesondere mit Blick auf den Nationalsozialismus, die DDR und die Transformationszeit. Neben einem Vergleich mit der Buchvorlage bietet sich etwa eine Figurenanalyse mit Fokus auf verschiedene Positionierungen und Handlungsspielräume an.